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Exkursion des VSK 2001
Bad Marienberg und die Burg Greifenstein
Unsere diesjährige Exkursion führte uns in den Westerwald, genauer gesagt auf die Burg Greifenstein. Am 12. Mai um 6.30 Uhr morgens ging es mit einem sehr bequemen Bus los. Die Fahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle.
 
M001480_int.jpgUnterhalb der Burg Greifenstein hielten wir auf einem Parkplatz und nahmen das mitgebrachte Frühstück ein. Neben Kaffe und Tee (etwas Warmes braucht der Mensch) gab es Brot und Brötchen, Wurst und auch etwas Süßes in Form eines Nusszopfes.


M0014_int.jpgEinige Teilnehmer der Fahrt fröstelten trotz des herrlichen Sonnenscheins etwas, denn wie heißt es schon im Lied: „... über deine Höhen pfeift der Wind so kalt“. Im Windschatten in der Sonne waren die Temperaturen schon recht angenehm.


M001485_int.jpgDer Bergfried der Burg mit der barocken Wetterfahne, die zugleich das Wappen des Hauses Solms, den Löwen mit Flügeln und Greifenkopf, darstellt. Die Burg besitzt einen Doppelturm, der durch einen Wehrgang die beiden Türme miteinander verbindet.


M001499_int.jpgDie Türme auf Greifenstein wurden im 14. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich waren beide mit Zinnen versehen, 1434 erhielten sie spitze Dächer, um 1680 wurden Kuppeldächer montiert. Bei dem Wiederaufbau der Türme wurde einer mit spitzem, einer mit Kuppeldach restauriert.


M001486_int.jpgM001487_int.jpgVon der Burgmauer aus hat man einen herrlichen Blick über das Land. Wir konnten von dort nicht nur den Feldberg/Taunus, sondern auch den Hoherodskopf entdecken, obwohl es für diese Entfernung etwas zu diesig war.


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Ein Blick auf die Burgruine.


2001_11.jpgM001498_int.jpgAuf der Burg waren viele Dohlen zu beobachten, die dort auch ihre Nester in den Nischen und Türmen hatten. Eines fanden wir im Wehrgang.


M001494_int.jpgDer Besuch im Glockenmuseum war sehr interessant. Es befindet sich im Gebäude der alten Rossmühle (eine Getreidemühle, die mit Pferdekraft betrieben wurde), die 1970/71 wieder hergestellt wurde. Ursprünglich war das Gebäude als Geschützturm gebaut worden.


M001490_int.jpgDas macht Gaudi! Die Kids konnten sich an den meisten Glocken kräftig austoben: es lagen überall Gummihämmer bereit, um die Glocken zum Klingen zu bringen, wovon natürlich nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen reichlich Gebrauch machten.
Im Klartext: Je Hämmer desto Klang!


M001492_int.jpgNicht nur für das Ohr war das Museum ein Genuß, sondern man konnte auch vieles über die Konstruktion und Herstellung der Glocken erfahren. Hier ein Schnitt durch den Aufbau einer Gießform. Schautafeln an den Wänden erklärten die Glockenformen im Laufe der Jahrhunderte, bis durch Berechnung die klanglich optimale Form gefunden wurde.


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Gründliche Untersuchung der Besucher in Bezug auf Material, Klang, Gewicht und und und ...


M001493_int.jpgDen Teil der Glocke, an dem die Glocke aufgehängt wird, nennt man Krone. Außer der zweckgebundenen Form gibt es auch mehr oder weniger reich verzierte Versionen. Die Krone muß das ganze Gewicht des Klangkörpers halten.


M001503_int.gifHier findet Ihr eine Zeichnung mit Benennung der einzelnen Glockenabschnitte, sowie Informationen, welcher Abschnitt für welchen Klangbereich zuständig ist.
(Diese Informationszeichnung wurde der Informationsbroschüre über die Burg Greifenstein und das Deutsche Glockenmuseum entnommen und vom Autor dieses Berichts lesbar aufbereitet.)


M001495_int.jpgDie St. Katharinenkapelle ist eine der wenigen Doppelkirchen in Deutschland. Sie entstand 1462 als Wehrkirche im gotischen Stil. Der im Bild zu sehende Teil wurde von 1687 bis 1702 im Barockstil auf den alten Teil aufgebaut.


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Eine Tafel in der St. Katharinenkapelle beschreibt die Geschichte. Klickt auf das Bild und Ihr könnt die Schrift lesen.


Von Greifenstein aus ging es weiter mit dem Bus nach Bad Marienberg. Dort erwartete uns erst einmal das Mittagessen, das wir ausgiebig genossen. Zur Verdauung gab es verschiedene Möglichkeiten, sich die Füße zu vertreten. Da das Lokal etwas außerhalb lag, konnte man nach Bad Marienberg marschieren, oder gleich in der Natur bleiben und sich den Wildtierpark ansehen und/oder direkt durch den Wald wandern.


M001501_int.jpgNun besuchten wir den Tierpark in Bad Marienberg. Neben Wildschweinen waren hauptsächlich verschiedene Damwildformen zu sehen. Den Wildpark kann man gut bewandern, da er durch die Größe der einzelnen Gehege einen ziemlichen Umfang hat.


M001502_int.jpgNun hieß es wieder einsteigen. Die Rückfahrt wurde nun in die Wege geleitet. Was es am Morgen zu kühl war, war es jetzt zu warm. Zum Glück hatte unser Bus Klimaanlage, so dass die Fahrt angenehm war.


Auf der Rückfahrt kehrten wir noch in Geiß-Nidda ein, um das Abendessen zu uns zu nehmen. Danach machten wir uns endgültig auf den Weg nach Hause. Plötzlich, kurz vor dem Ziel, kam noch die Idee auf, man könnte ja noch einen Kleinen zu sich nehmen. Ein großartiger Gedanke. Zunächst wurde aufgeschrieben, was jeder haben wollte; die Auswahl war groß und so dauerte es einige Zeit, bis sich alle entschieden hatten. Nun kam der praktische Teil der Übung: die Getränkeausgabe. In einem wackeligen Bus die verschiedenen Getränke, die man nicht alle auf einmal aus dem unteren Stockwerk nach oben schaffen konnte an die entsprechenden Leute zu verteilen ...! „Äh, was hatte ich doch noch mal gewollt ...?“.
Aber trotzdem: Ende gut - alles gut! Und somit ging mal wieder ein schöner Tag zu Ende. Ein besonderer Dank gilt auch unserer Fahrerin, Frau Hellmuth von Hellmuth-Reisen, die uns sicher und ohne Seekrankheit zu unserem Ziel und wieder nach Hause beförderte.
Wir freuen uns, wenn es in zwei Jahren wieder heißt: “VSK-Exkursion“.

(Text und Fotos: Martin Heerd)
 
 
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Seite aktualisiert  27.10.2011