Sommer–Adonisröschen Foto: Stiftung Naturschutz Hamburg
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Sommer–Adonisröschen
Adonis aestivalis
(Linnaeus, 1762)
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Das Sommer–Adonisröschen Adonis aestivalis (Linnaeus, 1762) ...
... ist Blume des Jahres 1984
Sein lateinischer Gattungsname Adonis aestivalis führt zur griechischen Sage. Adonis war im griechischem Mythos ein Jüngling von bald sprichwörtlich gewordener Schönheit, Sohn des Theias oder Kinyras, der Paphos auf Cypern erbaute, das zum Lieblingsaufenthalt der Göttin Aphrodite zählte. Eine Tochter von ihr, Myrrha oder Smyrna, gilt als die Mutter Adonis. Adonis wurde auf der Jagd von einem wilden Eber, den Artemis sandte, tödlich verletzt; wo sein Blut auf die Erde tropfte, sprossen Adonisröschen hervor.
Teufelsauge
Der Volksmund hielt sich kaum an diese, doch mehr akademische Bezeichnung. Teufelsauge, Sommerteufelsauge, Kleines Teufelsauge, diese Namen deuten auf toxische, also giftige Eigenschaften der Pflanze, über die ihre Schönheit hinwegtäuscht. Doch erweisen sie sich als wenig gravierend; heute wird das Adonisröschen von der Botanik als schwach giftig eingestuft. Ihr Digitalis–Glykosid (Adonidin) bildet farb– und geruchlose Kristalle, schmeckt sehr bitter und lässt sich in Wasser kaum lösen. Man nutzte die Blätter des Sommer–Adonisröschens in der Volksmedizin wie Digitalis, also zur Herztherapie, Wurzeln und Samen dagegen als Abführmittel.
Von vielen früheren Standorten längst verschwunden
Die Blüten des Sommer–Adonisröschen, einzeln und gipfelständig, werden von meist sieben scharlachroten, ins gelbrote tendierende Blütenblättern gebildet, die im Grunde einen violett–schwärzlichen Schatten aufweisen. Die Blätter an den Stängeln sind zwei– bis dreifach gefiedert, die Früchtchen spitz und gezahnt. Der intensiven landwirtschaftlichen Unkrautbekämpfung fiel auch das Sommer–Adonisröschen zum Opfer, liebt es doch den trockenen kalkreichen Boden, wie es ihn auf den Wintergetreide–Äckern vorfand, rechnete also – wie es die Stiftung zu Recht formuliert, die es zur Blume des Jahres 1984 erklärte zu den schönsten Ackerwildkräutern und: Der Rückgang ist in erster Linie auf den Einsatz von Herbiziden zurückzuführen.
Text und Bild: Stiftung Naturschutz Hamburg
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