Sandköpfchen Foto: Stiftung Naturschutz Hamburg
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Sandköpfchen
Jasione montana
(Linnaeus, 1753)
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Das Sandköpfchen Jasione montana (Linnaeus, 1753) ...
... ist Blume des Jahres 1990
Damit soll, wie 1989, wieder auf einen gefährdeten Lebensraum, den Trockenrasen, und seine Pflanzengesellschaft hingewiesen werden.
Der Name Sandköpfchen sagt schon einiges über die Blume des Jahres 1990 aus. Sie wächst auf kalkfreiem Sand oder anderen dürftigen Böden. Ihre vielen hellblauen, kleinen Blüten stehen als kugelförmiges Köpfchen zusammen. Da der Stängel der Pflanze recht verzweigt ist, wirken die hellblauen Köpfchen in der mageren Umgebung recht anziehend, besonders auch für Insekten.
Die kleinen, am Ende leicht gewellten Blätter zeigen, dass das Sandköpfchen an die Trockenheit des Standortes gut angepasst ist. Auch die lange Wurzel hilft der einjährigen Pflanze, Trockenzeiten zu überstehen.
Das Sandköpfchen hat viele deutsche Namen: Bergnelke, Sandknöpfchen, Schaf–Skabiose, Berg–Sandglöckchen. Nur der letzte Name weist darauf hin, dass das Sandköpfchen (Jasione montana) zu den Glockenblumengewächsen gehört. Das ist aber erst zu erkennen, wenn man die winzige Einzelblüte betrachtet.
Die kalkarmen Sandtrockenrasen, auf denen das Sandköpfchen wächst, gelten als unwirtschaftlich und werden deshalb oft durch Düngung in Äcker oder Grünland umgewandelt oder aufgeforstet. Um die immer seltener werdenden Trockenrasen zu erhalten, kaufte die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen Grundstücke zur Sicherstellung dieser gefährdeten Lebensräume.
Text und Bild: Stiftung Naturschutz Hamburg
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