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Kärntner Brillenschaf
Foto: GEH / Sambraus
Kärntner Brillenschaf
  (Tierart: Schaf)

Das Kärntner Brillenschaf ...
... ist gefährdete Nutztierrasse des Jahres 1984

Kennzeichen
Mittelgroßes, kräftiges Schaf. Schlichtwollig. Stark geramster Nasenrücken. Lange, fleischige Hängeohren. Umgebung der Augen und Teil der Ohren schwarz.
Verbreitung:
Südost – Oberbayern. Einzelne Zuchten weit außerhalb des ursprünglichen Zuchtgebietes (Eifel, Bremen, Insel Föhr). Nahverwandte Rasse in Südtirol (Villnösser Schaf).
Herkunft:
Ursprünge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Paduaner– und Bergamaskerschafe aus Norditalien in das in Kärnten bodenständige Steinschaf eingekreuzt wurden.
Eigenschaften/Leistung:
Robust, anspruchslos, gute Fruchtbarkeit. Hohe Milchleistung der Muttern (schnellwachsene Lämmer). Anpassungsfähig.
Besonderheiten:
Wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Kärnten/Österreich erzüchtet. War vorübergehend außerordentlich geschätzt und kam dadurch Ende des 19. Jahrhunderts bis nach Oberbayern. Durch „Rassebereinigung“ Ende der 30er Jahre nahezu ausgerottet. In Bayern seit 1989 als Herdbuchrasse anerkannt; seit 1990 hier auch in die Förderung gefährdeter Rassen einbezogen.
Gefährdungsgrad:
Kategorie I (alarmierend) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.


Text und Bild: GEH
 
 
 
1984    Haustier     1985

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Seite aktualisiert  23.01.2006