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Mistel
Foto: V.d.H.D.
Mistel
Viscum album
  (Linnaeus, 1753)

Die Mistel   Viscum album (Linnaeus, 1753) ...
... ist Heilpflanze des Jahres 2003

Der Verband der Heilkräuterfreunde Deutschlands e. V. wählte die Heilpflanze des Jahres 2003.

Andere Namen:
Hexenbesen, Hexenkraut, Donnerkraut

Vorkommen:
Die Mistel ist ein Schmarotzer vorwiegend auf Laubbäumen, wie: Pappeln, Linden (Baum des Jahres 1991), Apfelbäumen, aber auch auf Nadelhölzern, wie: Kiefern und Tannen (Baum des Jahres 2004), während sie Fichten, Eichen (Baum des Jahres 1989), Eschen (Baum des Jahres 2001) und Kastanien (Baum des Jahres 2005) meiden. Auf Birken (Baum des Jahres 2000) habe ich sie auch noch nie gesehen. Was sich da manchmal bildet, und oft mit der Mistel verwechselt wird, sind „Besenreiser“. Dies sind Verwachsungen der kleinen, dünnen Birkenzweige zu schwarzen „Nestern“.

Noch ein Hinweis:
Oberflächlich betrachtet, wird oft auch statt Mistel, von der Mispel gesprochen, wobei diese zwei ganz verschiedene Pflanzen sind. Die Mispel ist ein halb hoher Strauchbaum mit vitaminreichen, graubraunen Früchten, die im Herbst geerntet werden und lagern müssen, bis sie ganz weich sind. Dieser Strauch stand früher in fast jedem Bauerngarten und ist in unserer Zeit wieder mehr gefragt.

Ausgedehnte Forschungen der Firmen Madaus und Kunze über die Mistel wiesen u. a. eine krebshemmende Wirkung von Mistelextrakt nach.
Die Mistel ist seit einigen Jahren in der Krebstherapie bekannt und nicht mehr wegzudenken! Das Extrakt aus der Pflanze wird injiziert, was aber nur von einem Fachmann erfolgen darf. Nun ist die Mistel wissenschaftlich und experimentell fundiert (Quelle: „Nutze die heilkräftigen Pflanzen“ von Dr. med. E. Schneider).
Interessant ist die Aussage durch die wissenschaftliche Forschung, was der frühere „Volksglaube“, oder besser gesagt, die Volksmedizin wusste, das die Mistel ein Krebsmittel darstellt!
Aber auch, und da ist der Laie angesprochen, gilt es die Mistel bei erhöhtem Blutcholesterinspiegel, Verkalkung und erhöhtem Blutdruck als Tee anzuwenden. Man spricht auch von blutdruckregelnder Wirkung. – Als krampflösende Pflanze siedelte man sie in den Bereichen Gefäßkrämpfe in den Beinen und im Kopf (Hirnkrämpfe, Epilepsie) an.
Durch Steigerung und Aktivierung der Abwehrkräfte, sowie die Wirkung bei bakteriellen Erkrankungen nimmt die Mistel einen hohen Stellenwert ein. Sobald es sich um schwerwiegende Erkrankungen handelt, ist eine Absprache mit einem Therapeuten erforderlich.

Als Selbstmedikation – vorbeugend und begleitend, ist der Tee für den Laien geeignet.
Und so kann der Tee zubereitet werden:
Man nimmt 2 TL Mistelkraut (keine Beeren!!) übergießt mit 2 Tassen kaltem Wasser, lässt es bis zu 6 Stunden stehen. Danach siebt man den Tee ab, kann ihn leicht erwärmen und trinkt ihn schluckweise über den Tag.
Diese Anwendung kann man 4 bis 6 Wochen durchführen, um dann eine Woche zu pausieren. Danach kann man noch einmal eine Teekur durchführen.
Bei allen Vorteilen unserer Heilpflanzen, bei ihren oft nachhaltigen, guten Wirkungen auf unsere Gesundheit, ein Wundermittel ist auch die Mistel nicht! Man kann nicht Gesundheit erwarten, indem man sich nun einfach auf den Tee verlässt, wenn wir das nicht erkennen und ändern, was uns krank gemacht hat, und was uns krank macht!

Text und Bild: Gisela Schmidtlein, 1. Vorsitzende
 
 
 
2002     Heilpflanze-VdHD     2004

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Seite aktualisiert  23.22.2007