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Schafgarbe
Foto: V.d.H.D.
Schafgarbe
Achillea millefolium
  (Linnaeus, 1753)

Die Schafgarbe   Achillea millefolium (Linnaeus, 1753) ...
... ist Heilpflanze des Jahres 2004

Der Verband der Heilkräuterfreunde Deutschlands e.V. wählte die Heilpflanze des Jahres 2004.

Andere Namen
Achilleskraut, Bauchwehkraut, Gachelkraut, Jungfraukraut, Katzenkraut, Feldgarbenkraut u.v.a. Namen gibt es noch, je nach Gegend und Dialekt.

Die Schafgarbe gehört zu der Gruppe der Korbblütengewächse. Zu dieser Gruppe gehören alle Achillea millefolium Arten.
Es gibt in der Natur auch die rötliche Schafgarbe, die als Heilpflanze gesammelt werden kann. Unbedingt zu unterscheiden sind die „Schafgarben“ der Kulturstauden, die meistens gelb und neuerdings auch purpurrot sind! Sie dienen als Zierpflanze in den Gärten und später zur Dekoration in Sträußen usw. Diese Pflanzen sind keine Heilpflanzen!

Standorte
Unsere wertvolle, grau/weiße oder rötliche Schafgarbe ist in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika beheimatet und wächst in freier Natur. Jedoch wird die Schafgarbe, wie viele andere Heilpflanzen, in entsprechenden Kulturen angebaut und geerntet. In biologischen Gärten siedelt sie sich gerne an.

Anwendungsmöglichkeiten
Neben dem bekannten Schafgarben–Tee kann man die Pflanze zu Bädern, Packungen, Auflagen für gesunde und kranke Tage einsetzen. Auch Salben lassen sich daraus herstellen für den privaten Verbrauch. Eine Schafgarben–Tinktur wurde früher als Einreibung bei schwächlichen Kindern benutzt, um die Knochen und die Muskeln zu stärken!

Innere Anwendungen
Für den Tee werden die Blüten und auch das Kraut verarbeitet bei: Appetitlosigkeit, leichten krampfartigen Beschwerden wie: Magenbeschwerden, Verdauungsproblemen, Entzündungen, Durchfällen, Unterleibsbeschwerden, Haut– und Schleimhautentzündungen.

— — Bei anhaltenden Schmerzen sollte erst ein Fachmann die Ursache abklären! — —

Unterstützend kann man die Schafgarbe dennoch einsetzen, wenn man sich nicht im Bereich der Naturheilkunde bewegt! Bei einer Behandlung durch einen Therapeuten mit Naturpräparaten sollte eine Absprache erfolgen.

Tee Zubereitung
Von der zerkleinerten Pflanze, getrocknet oder frisch, nimmt man 1 TL voll, übergießt mit einer Tasse kochendes Wasser, lässt alles ca. 3 bis 5 Minuten ziehen, siebt den Sud ab. Süßt den Tee evtl. mit Honig und trinkt 3 bis 4 Tassen über den Tag verteilt.

Bäder
Für ein Sitzbad benötigt man ca. 50 g getrocknete, oder ca. 5 Hände voll frische Kräuter, gibt sie in einen Behälter und bedeckt sie mit kochendem Wasser. Diesen Ansatz lässt man abgedeckt ca. 30 Minuten ziehen, um ihn dann über ein Sieb in die Badewanne zu geben. Nun füllt man mit temperiertem Wasser für ein Sitzbad auf.
Badezeit ca. 20 bis 30 Minuten. Nach dem Bad den Körper warm halten und nicht gleich ins Freie gehen!

Sonstiges
Die krampflösende Wirkung bei Kopfschmerzen, überstrapazierten Stimmbändern, ist in alten Überlieferungen oft zu lesen. Überhaupt hat die Schafgarbe, wie auch viele andere Heilpflanzen, die wir aus der Überlieferung kennen, viele Gemeinsamkeiten mit den modernen Forschungsergebnissen, so zu lesen in den Monographien der Kommission E.

Text und Bild: Gisela Schmidtlein
1. Vorsitzende des Verbandes der Heilkräuterfreunde Deutschlands e.V. D – 49477 Ibbenbüren
 
 
 
2003     Heilpflanze-VdHD     2005

Bitte beachten Sie die Rechte der Fotografen. Setzen Sie sich bitte mit der obigen Institution in Verbindung. Danke!
 
 
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Seite aktualisiert  23.22.2007