VSK-Logo
Sie befinden sich: Hauptseite / Verein / Jugendseminar / Jugendseminar 2000
 
Jugendseminar des VSK 2000
1. – 4. Juni 2000
Kassel Titel
Herkules
Seit 10 Jahren unternimmt der Vogelschutzverein Kefenrod einen Ausflug mit seiner Jugendgruppe.
Diese Veranstaltung findet immer regen Zuspruch und bereitet nicht nur den Jugendlichen, sondern auch den Betreuern viel Freude.
Unser Ausflug vom 1. bis 4. Juni 2000 sollte uns nach Kassel führen. Raimund Freymann hatte wieder die Planung übernommen, ein tolles Programm zusammengestellt und im Vorfeld viel telefoniert und organisiert. An dieser Stelle wollen wir ihm dafür danken, dass er keine Kosten und Mühen scheut, um uns 4 Tage lang ein ansprechendes Programm zu bieten. Das Foto zeigt einen schönen Blick auf das Herkulesdenkmal.
Das Thema des diesjährigen Ausflugs lautete „Streuobstwiesen”. Die Jugendlichen sollten von der Geschichte und der ökologischen Bedeutung der Streuobstwiesen erfahren. Längst ist bekannt, dass die Streuobstwiese ein einzigartiges Biotop darstellt. Der Obstbaum bietet Pflanzen und Tieren den idealen Lebensraum. Auf einer Obstwiese kann man bis zu 3000 verschiedene Tierarten finden. 90 % davon sind Käfer und Insekten und helfen kräftig bei der Bestäubung der Blüten mit. Dazu kommen die verschiedenen Vogelarten, die ganz natürliche Schädlingsbekämpfer sind. Ohne den Einsatz von Naturschützern für den Erhalt und Wiederaufbau von Streuobstwiesen wären einige Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.
Die Seminare wurden in verschiedenen Gruppen abgehalten, da der Altersunterschied zwischen den Kindern und Jugendlichen doch zu groß ist.
Gruppenbild

Foto: Das Warten auf die Stadtführerin vor der Stadtbesichtigung.


Um 8.°° Uhr trafen wir uns wie in jedem Jahr zur Abfahrt am Backhaus.
Die Einteilung in die verschiedenen Autos ging auch diesmal recht problemlos; das machen die Kids schon Wochen vorher unter sich aus und nach der Verabschiedung von den Eltern gings los.

KarlskircheIn Kassel angekommen gab´s erst mal Zimmerverteilung, Sachen einräumen und Mittagessen. Danach war eine Stadtbesichtigung mit Führung geplant. Wir liefen zum Treffpunkt und von dort aus gings mit einer jungen Studentin durch Kassel. Sie erzählte von der Historie Kassels, dem Herkules und der Legende um ihn, der Karlskirche und dem Friedrichsplatz. Das Foto zeigt die Hugenottenkirche und das Denkmal des Landgrafen Karl. Sie musste viele Fragen beantworten und zum Abschluss schlenderten wir noch durch die Fußgängerzone. Nach einem dicken Eis gings zurück in die Jugendherberge.

Nach dem Abendessen machten wir noch eine Reise ins Universum. Im Projektionsplanetarium in der Orangerie gibt es eine 10 m hohe Kuppel, auf die das Universum projeziert wird. Uns wurden die Gestirne, die Umlaufbahnen von Sonne und Mond, die verschiedenen Sternbilder und wie man sie am nächtlichen Himmel wieder finden kann, erklärt. Das begeisterte alle und wir hatten wieder was dazugelernt.

Nun kam der sportliche Teil - die Nacht. Dies ist für Betreuer und Kinder immer eine gute Trainingseinheit. Die Jugendlichen müssen hierbei lauthals auf dem Flur herumtoben, die Erwachsenen aus den Etagenbetten herausklettern und versuchen für Ruhe zu sorgen. Das geschieht am ersten Abend 3-4 mal.
Ein Trost: In der nächsten Nacht wird’s etwas ruhiger.


Heute gings nach Baunatal in das VW-Werk. WartenNachdem ALLE angekommen waren, gab es als erstes einen Diavortrag. Wir erfuhren, dass es VW-Werke auf der ganzen Welt verteilt gibt und welche Modelle in welchen Ländern hergestellt werden. In Baunatal werden Teile wie Katalysatoren, Getriebe und Kotflügel gefertigt. Über Kopfhörer konnten wir unserem „Guide” zuhören, denn es war manchmal schon recht laut. So gingen wir an den Fließbändern entlang und bekamen einen Einblick über den Arbeitsablauf und die Herstellung der einzelnen Teile. Diese Führung ersetzte an diesem Tag die Wanderung, denn sie dauerte ca. 1,5 Stunden.
Foto: Vor der Abfahrt ins VW-Werk Baunatal.

Mittags fuhren wir in die Umweltwerkstatt nach Naumburg. Hier gab es einiges zu sehen, so konnte man die Umwelt erfühlen, riechen und ganz besonders interessant waren die Mikroskope, unter denen man die ausgestellten Insekten in zigfacher Vergrößerung bewundern konnte. Die Kinder konnten verschiedene Rätsel lösen und so einiges über Umwelt und Natur erfahren. Eine Ausstellung über den Bergbau war ebenfalls sehr aufschlussreich.

Hummelwerkstatt
Anschließend war noch eine Besichtigung der Hummelwerkstatt geplant, die Führung scheiterte jedoch am Nichterscheinen der zuständigen Person. So erklärte sich die Dame der Umweltwerkstatt bereit (auf dem Foto die Dame in rot), uns dorthin zu begleiten und uns etwas darüber zu erzählen.
Aber das war noch nicht alles. Es gab auch noch ein Eisenbahnmuseum und das wollten wir auch noch sehen.

Also nichts wie hin. Hier auf dem stillgelegten Bahnhof war ein Museum eingerichtet. Ein Eisenbahnabteil von anno dazumal war aufgebaut, eine in liebevoller Kleinstarbeit gestaltete Modelleisenbahn wurde extra für uns in Betrieb genommen und faszinierte nicht nur die kleinen Jungs. Es waren Uniformen, Fahrpläne, Fernschreiber, Bilder und noch vieles mehr aus vergangenen Zeiten zusammengetragen und ausgestellt. Sogar eine alte Lok war in einem anderen Gebäude unterbracht, und wartete auf Besucher.
Jugendherberge
Dann gings zurück in die Jugendherberge, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Die Erwachsenen machten es sich in der Cafeteria gemütlich, die Großen im Hof und die Mittleren und die Kleinen fanden Mädchen-Ärgern und Von-Jungs-Geärgert-Werden ganz spannend. So hat halt jeder eine andere Auffassung von einem gemütlichen Abend.

Foto: Versammlung vor der Jugendherberge.


Heute wollten wir uns das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt Kassel ansehen, den Herkules. Wir liefen durch den wunderschönen Kurpark zum Schloss Wilhelmshöhe und von dort die 535 Treppenstufen, entlang an den Kaskaden, hinauf zum Denkmal des Herkules.

Herkules
Oben angekommen hatte man einen herrlichen Ausblick auf Kassel und Umgebung. Hier verweilten wir ein wenig und freuten uns schon auf den heutigen Abend, an dem die Wasserspiele stattfinden sollten. An diesem heißen Frühlingstag war mittags natürlich nur eins angesagt: Schwimmbad. Nach dem Mittagessen wurde schnell die Badehose eingepackt und ab ging´s nach Baunatal ins Erlebnisbad.
Am späten Nachmittag zog dann ein heftiges Gewitter auf und wir befürchteten schon, dass die Wasserspiele bei diesem Unwetter nicht stattfinden würden. Man hörte die Sirenen der Feuerwehren, sie hatten viele Keller auszupumpen. Zum Glück regnete es sich nicht ein und das Wetter wurde am Abend wieder besser. So fuhren wir zum Herkules um uns das Spektakel anzusehen. Nun hatte Raimund noch einige Ehrungen vorzunehmen und die Kulisse des Herkules schien hierfür geradezu geeignet.

Urkundenbesitzer
Dies war der 10. Ausflug mit der Jugendgruppe und einige hatten sich keinen davon entgehen lassen. So wurden Vorstandsmitglied Rolf Schlögel und seine Tochter Katrin Schlögel von Raimund Freymann siehe Foto für die 10. Teilnahme geehrt und erhielten eine Urkunde. (Bei der 15. Teilnahme gibt‘s wieder eine Überraschung, mal seh‘n wer das als erster schafft!)

Lichterspiel
Doch nun sollten die Wasserspiele bald beginnen. Einige blieben oben, um mit dem Wasser nach unten zu laufen, die anderen wollten sich alles von unten ansehen. Die Scheinwerfer gingen an und langsam sprudelte das Wasser über die Kaskaden und fiel über das Aquädukt hinab zur letzten Station der Großen Fontäne im Schlossteich, die das Wasser durch Druck 52 Meter in die Höhe schießen ließ.
Für die Wasserkünste werden jeweils 1.200 m³; Wasser benötigt. In verschiedenen Becken wird das benötigte Regen- und Schmelzwasser gesammelt. Es gibt zwei Wasserwege, und das Wasser durchläuft alle Stationen allein durch natürlichen Druck. Es werden keinerlei Hilfsmittel angewandt. Nach Beendigung der Wasserkünste wird das Wasser unterirdisch in die Fulda abgeleitet.
Nach diesem Schauspiel fuhren wir zurück in die Jugendherberge.


Nun war auch schon der letzte Tag angebrochen. Wie immer verging die Zeit wie im Flug und nach dem Frühstück wurden die Koffer gepackt und die Zimmer geräumt, Betten abgezogen und gekehrt. Jetzt wollten wir noch eine kleine Wanderung durch die Karlsaue machen. Bereits 1568 ließ Landgraf Wilhelm der Weise auf der Fuldainsel zwischen der großen und der kleinen Fulda unterhalb des Landgrafenschlosses einen Renaissancegarten mit einem Orangen- und Pomeranzenhaus anlegen. Hier zog er auch als einer der ersten deutschen Fürsten Speisekartoffeln. Im Lauf der Jahre wurde die Karlsaue ständig vergrößert. Heute hat die Karlsaue eine Ausdehnung von 125 ha.
Drachensteigen
An diesem Sonntag fand hier das internationale Drachenfest statt und wir konnten die phantasievollen Flugobjekte bewundern. Nach unserer Wanderung durch diese wunderschöne Anlage ging es zurück in die JH zum Mittagessen. Nach und nach versammelten sich alle mit ihrem Gepäck auf dem Hof, die Autos wurden bepackt und ab ging‘s in Richtung Heimat.
Auf dem Rückweg stand jedoch noch die Besichtigung des Besucherstollens in Borken auf dem Programm. In dem Besucherstollen konnte man sich ein Bild davon machen, wie schwer und mühsam die Arbeit eines Bergmannes ist. Im Museum wurde der Werdegang des Bergbaus in Borken sehr anschaulich auf Schautafeln beschrieben. Ausserdem waren verschiedene Maschinen und allerlei Werkzeug ausgestellt.

Der Ausflug neigte sich dem Ende entgegen. Wieder einmal hatte Raimund ein interessantes Programm zusammengestellt und ich bin sicher, im nächsten Jahr werden wir viele der Jugendlichen und Erwachsenen wiedersehen, wenn es dann nach ...................... geht — aber das verraten wir an dieser Stelle noch nicht.

Text: Elli Preusser / Bilder: Elli Preusser und Raimund Freymann
 
 
Sie befinden sich: Hauptseite / Verein / Jugendseminar / Jugendseminar 2000
 
Google
Zum Seitenanfang
Copyright by Vogelschutzverein Kefenrod e.V. / Disclaimer
Seite aktualisiert  13.08.2007