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Jugendseminar des VSK 2002
Marienberg Titel

— Gewässerschutz im Garten —
So hieß unser Motto in diesem Jahr. Raimund erzählte uns, worauf umweltbewusste Gartenfreunde achten, um unser Grundwasser zu schonen. Es gab drei verschiedene Schwerpunkte:

Regenwasser als Gießwasser verwenden
»   Pflanzen mögen das weiche Regenwasser.
»   Es schont unsere Trinkwasservorräte und unseren Geldbeutel.
»   Durch Sammeln von Regenwasser wird das Abwasserkanalnetz entlastet und die Hochwassergefahr verringert.
Sparsamer Umgang mit Düngemitteln
»   Zuviel Düngemittel werden mit Niederschlägen ins Grundwasser gespült und verunreinigen unser Trinkwasser.
»   Düngemittel im Trinkwasser können zu Krankheiten führen.
»   Kompost anstatt künstliche Düngemittel verwenden.
Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten
»   Chemische Pflanzenschutzmittel töten nicht nur die Schädlinge, sondern auch „nützliche” Kleinlebewesen.
»   Geschickte Pflanzenkombinationen können Schädlingen und Krankheitserreger abwehren.
»   Chemische Pflanzenschutzmittel zur Entsorgung bei den kommunalen Sammelstellen abgeben, nicht in die Mülltonne oder in den Ausguss geben.


Endlich war es wieder mal soweit, die Jugendgruppe des VSK stand startklar am Backhaus und wartete, dass Raimund den Startschuss zur Abfahrt gab. Um 8.30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg nach Bad Marienberg.
Hier wohnten wir in einer First   Class Jugendherberge, die erst seit einigen Tagen, nachdem angebaut und renoviert worden war, ihren Betrieb aufgenommen hatte. Wir waren so ziemlich die ersten Gäste, die hier wohnten, fühlten uns wie in einem Hotel und wurden an einem reichhaltigen Buffett verwöhnt.
Nach dem Mittagessen (3–Gänge–Menü) wanderten wir zum Tierpark und zum Kleinen und Großen Wolfstein, einem imposanten Naturdenkmal vulkanischen Ursprungs. Den Tierpark kannten einige schon vom VSK-Ausflug im letzten Jahr.
Abends war gemütliches Beisammensein angesagt, schließlich gab es einen Geburtstag zu feiern, der Manfred wurde ...... na ja, älter halt. In diesem Jahr ging es abends wieder hoch her und Ruhe gab es erst sehr spät, sehr zum Leidwesen einiger Gäste, die am nächsten Morgen umquartiert wurden. Das war auch besser so, denn die haben „unsere Kinder” durch ständiges „Seid doch mal leise” und „Ruhe jetzt!” sehr bei ihren Aktivitäten gestört. Aber wir wissen ja, dass sich das im Laufe des Ausflugs legt.


Am Freitag war das schöne Wetter vom Vortag vorbei, es nieselte vor sich hin. Da wir aber zur Besichtigung einer Töpferei nach Alpenrod fuhren, war das nicht weiter schlimm. In der Töpferei angekommen erklärte uns eine Auszubildende im 3. Lehrjahr worauf man beim Töpfern achten muss und wir lernten etwas über den Abbau und die Weiterverarbeitung von Ton. Im Anschluss daran war Shopping angesagt. Die Töpferarbeiten konnten gekauft werden und einige nutzen die Chance um ein Muttertagsgeschenk zu erstehen.
Nach dem Mittagessen – es gab Fisch, was nicht jeden erfreute – war Schwimmbad angesagt. In Betzdorf gibt es ein Erlebnisbad namens „Monte Mare”. Hier kann man nach Herzenslust im Wasser tollen, sowohl drinnen als auch draußen, sich in den Wellen tummeln, in der Sauna schwitzen, einfach nur im Liegestuhl faulenzen oder in der Cafeteria Cappuccino trinken. Das alles taten wir bis um 19.00 Uhr und fuhren dann ins "Golden M", was denen, die mittags keinen Fisch gegessen hatten, ganz gelegen kam.
Abends hatten sich unsere Bemühungen gelohnt, die Kidis waren k.o. und es kehrte etwas früher Ruhe ein.


Am Samstag wollten wir den Basaltpark in Bad Marienberg besichtigen. Als Dokumentationsstätte bietet der Basaltpark interessante Einblicke in die geologischen Vorgänge rund um die vulkanische Entstehung des Basalts. Aber auch die unterschiedlichen Abbaumethoden, die im Laufe des Jahrhunderts Anwendung fanden, werden anschaulich dargestellt. Der Basaltpark wurde als Außenstelle des Landschaftsmuseums Westerwald in einem stillgelegten Basaltbruch eingerichtet, der sich als Teil des Landschaftsschutzgebietes „Marienberger Höhe” bestens dazu eignet. Im ehemaligen Tiefbau des Basaltbruchs hat sich seit Stillegung des Förderbetriebs Wasser gestaut. Auf der Wasserfläche des Sees können seltene Vogelarten beobachtet werden. Insbesondere auch von durchziehenden Entenarten wird der Kratersee mit seinen auflebenden Uferzonen angenommen. Übrigens haben sich auch an anderen Stellen verlassene Basaltbrüche mit Grund- und Regenwasser gefüllt und zur Bildung neuer, seltener Feuchtbiotope beigetragen. Sie bieten vor allem Amphibien ideale Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen.
Dann galt es noch zwei Ehrungen vorzunehmen. In diesem Jahr waren es Norbert und Elvira Preusser, die seit 10 Jahren die Jugendseminare des VSK begleiten. Es hat ihnen auch dieses Mal wieder sichtlich Freude bereitet.
Am Nachmittag besichtigten wir die Hachenburger Erlebnisbrauerei. Die Privatbrauerei wird in der vierten Generation von der Familie Schneider geführt. Sie ist eine der ältesten Pils-Brauereien und braut seit 1902. Beim Empfang am Eingang bekamen alle Erwachsenen und Halbstarke einen Bierseidel. Wofür sollte sich bald herausstellen. Nachdem uns auf unterhaltsame Weise die Kunst des Bierbrauens näher gebracht wurde, konnten wir uns im Zwickelkeller den noch unfiltrierten Gerstensaft aus dem Lagertank selbst zapfen und probieren. Fragen konnten gestellt werden und Maximilian hatte eine nicht unerhebliche Frage an den Herren, der die Führung machte. Er wollte wissen, ob er denn Italiener sei. Sichtlich amüsiert musste er dies jedoch verneinen. Danach konnten wir uns noch einen Film über die moderne Abfüllanlage ansehen. Gut gelaunt ging es in die Gaststube, wo eine leckere Gulaschsuppe auf uns wartete.
Am späten Nachmittag kamen wir in die Jugendherberge zurück.
Raimund hatte während den letzten beiden Tagen immer wieder von einem Golfturnier geredet und einige waren schon ganz gespannt, wann wir denn nun endlich zur Minigolfanlage fahren würden. Als er dann abends verkündete, dass nun das Golfturnier beginnen sollte, waren einige doch sehr überrascht. Kurzerhand packte er den Rasen, die Schläger und die Bälle aus und es konnte geputtet werden. Die Teilnehmer wurden erst mal in zwei Gruppen aufgeteilt, nämlich in Erwachsene und Jugendliche. Es gab zwei Durchgänge und am Ende gab es auch zwei Siegerinnen. Bei den Erwachsenen hatte Elvira Preusser die meisten Punkte und bei Jugendlichen gewann Maria Hentrich, die mit der höchsten Punktzahl auch locker Sieger bei den Erwachsenen geworden wäre. Im Anschluss daran wurden die Ehrungen durchgeführt. Zweite und dritte Sieger waren noch Rolf Schlögel und Norbert Förnges, sowie Michael Preusser und Julia Förnges.


Nun war auch schon wieder der letzte Abend von unserem Ausflug angebrochen.
Nach Frühstück und Kofferpacken am nächsten Morgen gab es noch einen Programmpunkt: Das Landschaftsmuseum in Hachenburg. Das Museum ist in einem Museumsdorf untergebracht. Es besteht aus sechs typischen Westerwälder Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese wurden in der Region abgebaut und originalgetreu wieder aufgebaut. Mit den Gebäuden und Sammlungen wird die Geschichte des Westerwaldes und seiner Bewohner anschaulich dokumentiert. Wir hatten das Glück, denn an diesem Tag fand ein Museumstag statt. Es gab einen Bauernmarkt, Vorführungen von altem Handwerk, Westerwälder Blasmusik, was einige zum Schunkeln animierte, und die Ausstellung „Sittiges Tierleben – Fotos wider den tierischen Ernst”.
Nach dem letzten Mittagessen in der Jugendherberge gab es noch einen Abschiedscappucino von den sehr netten Herbergseltern und die Fahrt in Richtung Vogelpark konnte losgehen. Leider machte uns ein mächtiger Regenschauer einen Strich durch die Rechnung und wir beschlossen nach Hause zu fahren.
Abschließend muss man noch erwähnen: Raimund hatte wieder mal alles prima geplant und für eine reibungslose Durchführung gesorgt – aber wir sind auch nichts anderes von ihm gewohnt.
Für das nächste Jahr ist auch schon alles festgelegt und alle Teilnehmer haben bereits eine Information für die Fahrt 2003 erhalten. Dann fahren wir in der Zeit vom 29.05. – 01.06.2003 nach Willingen in Hessens Winterhochburg im Hochsauerland. (Hoffentlich liegt noch Schnee.)

Text: Elli Preusser
 
 
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Seite aktualisiert  13.08.2007