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Region Odermündung
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Die Region Odermündung ...
... ist Landschaft des Jahres 1993/1994
Die Odermündung – Europäische Landschaft des Jahres 1993/94
Ein Projekt grenzüberschreitender ökologischer Regionalentwicklung
1989 fiel der Eiserne Vorhang in Europa. Der Horizont hat sich ausgeweitet, die politischen Grenzen Europas beginnen sich langsam den geographischen Grenzen anzugleichen. Mit der Odermündung wurde eine Region an der deutsch–polnischen Grenze am Rande der Ostsee zur Landschaft des Jahres 19993/94 ausgewählt.
Die Probleme dieser Region unterschieden sich jedoch gänzlich von den bisherigen Landschaften des Jahres: als östliche Grenzregion ist sie vor allem durch Industrieabwässer und Pläne zur Entsorgung von Müll gefährdet. Die Umstellung der ostdeutschen Wirtschaft auf die Marktwirtschaft hat zu einer Reihe von sozialen Problemen geführt (z. B. 35 – 60 % Arbeitslosenrate in den einzelnen Orten). Andererseits zählt die Grenzregion am ehemaligen Eisernen Vorhang zu den artenreichsten Naturgebieten – quasi den ökologischen Bausteinen – Europas.
Zielsetzung
Die Odermündung an der Grenze zwischen Deutschland und Polen birgt viele Chancen in sich – eine noch weitgehend erhaltene Naturlandschaft, wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Tourismus und alternativer Landbau – aber auch viele Probleme – wie zum Beispiel die Situation der Gewässer und des Verkehrs und die schwierige wirtschaftliche Situation mit hoher Arbeitslosigkeit. Gerade hier zeigt sich, dass nur grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirklich zukunftsweisende Verbesserungen bringen kann.
Entsprechend der Grundsatzpolitik der Landschaft des Jahres wurden die Diskussionen über Konzepte und Maßnahmen zur dauerhaften Entwicklung unter Beteiligung aller Bevölkerungsgruppen, Verbände, Unternehmen und politisch Verantwortlichen geplant und durchgeführt. Die Naturfreunde Internationale geht grundsätzlich davon aus, dass nur über die gemeinsame Bestimmung ökologischer Entwicklungsziele und über ihre breitestmögliche Akzeptanz ökologisches Wirtschaften zum Vorteil aller umgesetzt werden kann. Der Dialog mit den Betroffenen zu beiden Seiten der Grenze galt demnach als eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Entwicklung eines Konzeptes zur nachhaltigen Entwicklung der Region Odermündung.
Als weitere Voraussetzung wurde der integrative Ansatz angesehen. Weder der Naturschutz alleine noch die Schaffung von Arbeitsplätzen um jeden Preis dürfen in den Mittelpunkt des Interesses gestellt werden. Es galt, auf den Stärken der grenzüberschreitenden Region aufzubauen und bei der nachhaltigen Strukturförderung alle wichtigen Sektoren (Landwirtschaft, Tourismus, lokales Gewerbe, Verkehrsinfrastrukturen, Naturschutz, ... ) einzubinden. Die Synthese von Naturraum, Lebensraum, Wirtschaftsraum und Erholungsraum sollte erreicht werden.
Text und Bild: Naturfreunde internationale
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