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Limpurger Rind
Foto: GEH / Kraft
Limpurger Rind
  (Tierart: Rind)

Das Limpurger Rind ...
... ist gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2011

Zur Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2011 hat die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) das Limpurger Rind auserkoren.

Diese Rasse steht stellvertretend für weiter 103 gefährdete Nutztierrassen in Deutschland und soll damit auf den drohenden Verlust der Vielfalt im Bereich der Landwirtschaft aufmerksam machen.

Das einfarbig gelbe Limpurger Rind ist die älteste noch existierende württembergische Rinderrasse. Ursprüngliches und heutiges Zuchtgebiet ist die Gegend zwischen Aalen (Ostalbkreis), Schwäbisch Gmünd und Gaildorf, besonders aber das Leintal, weshalb die Rasse früher auch als „Leintäler“ bezeichnet wurde.

Bis in die 50er Jahre als Dreinutzungsrind mit Leistungen in Form von Milch, Fleisch und Arbeit (Transport- und Zugtier) geschätzt, gingen die Bestände durch die Motorisierung der Landwirtschaft stark zurück. Dennoch, es gibt sie noch diese Rasse mit ausgeglichenem Temperament, günstigen Muttereigenschaften und ordentlicher Milchleistung. Die Limpurger erfreuen sich neben der Milchviehhaltung zunehmender Beliebtheit auch in der Mutterkuhhaltung. Das Fleisch der Limpurger wird als äußerst schmackhaft, besonders feinfaserig, saftig und gut marmoriert beschrieben. Produkte des Weideochsens werden als besondere Spezialität gepriesen. Besonders hervorgehoben wird die gute Eignung zur Beweidung auch von stark hängigem Gelände.

Die Limpurger sind eine mittelrahmige Rinderrasse mit einem Gewicht der Bullen von 1000-1100 kg bei einer Kreuzbeinhöhe von 145-150 cm. Kühe wiegen bei einer Größe von 135-145 cm etwa 625 kg. Die Milchleistung liegt bei extensiver Fütterung bei 4500 kg Milch mit 4,0 % Fett und 3,33 % Eiweiß. Unter Zufütterung von Kraftfutter werden Leistungen um 6000 kg erreicht. Die tägliche Zunahme liegt bei den Masttieren bei etwa 1300 g.

Der Tiefstand der Rasse war im um 1960 erreicht, damals galt die Rasse als ausgestorben und das Fleckvieh zog in die Ställe ein.

Im Jahr 1986 unternahmen einzelne interessierte Züchter Nachforschungen und fanden noch einige rein- und mischblütige Tiere. Aus diesen Tieren wurde der Bestand unter Vermeidung zu starker Inzucht neu aufgebaut. Heute existieren von dieser wunderschönen Gelbviehrasse wieder 420 Kühen und 15 Bullen.

Text: GEH / Bild: Kraft
 
 
 
2010     Nutztierrasse     2012

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Seite aktualisiert  11.02.2011