Frauen–Täubling Foto: DGfM
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Frauen–Täubling
Russula cyanoxantha
(Schaeff. ex Fr.,)
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Der Frauen–Täubling Russula cyanoxantha (Schaeff. ex Fr., ) ...
... ist Pilz des Jahres 1997
– auch Grünvioletter Täubling genannt –
Aber: Was ist eigentlich ein Täubling
Und: Warum heißt der Pilz des Jahres 1997 ausgerechnet Frauen–Täubling ?
Eine durchaus einfache logische Erklärung des Gattungsnamens Täublinge ist die Wirkung der scharfen oder bitteren Geschmacksstoffe einiger Arten dieser Gattung, die bei einer Schmeckprobe die Geschmacksnerven der Zunge regelrecht betäuben können. Aus diesem Grunde werden auch die Täublinge von vielen Anfängern unter den Speisepilzsammlern gemieden. Sie sind eine Gattung der Blätterpilze, die sich – zusammen mit den eng verwandten Milchlingen – von den übrigen Blätterpilzen durch ein deutliches Merkmal unschwer unterscheiden lassen: ihr Fleisch ist spröde und bricht wie Apfelfleisch. Ihr Stiel lässt sich im Gegensatz zu den anderen Blätterpilzen nicht – wie etwa bei einem Spargel – längsfaserig auseinandertrennen, sondern bricht bei einem entsprechendem Versuch irgendwie ab.
Sie lohnen die Bekanntschaft durchaus, weil viele Täublingsarten ausgezeichnete Speisepilze sind. Alle mild schmeckenden Arten sind essbar. Die bitteren oder scharfen Arten sind ungenießbar. Zur Geschmacksprobe kaut man ein kleines Stück der Lamellen vorn auf der Zungenspitze, wo sich etwaige Schärfe rasch bemerkbar macht.
Der Frauen–Täubling, der wegen seiner schönen Farben auch Grünvioletter Täubling genannt wird, hat im Gegensatz zu den anderen Arten dieser Gattung keine brüchigen, sondern weiche, biegsame Lamellen. Diese Anschmiegsamkeit soll der Grund dafür sein, dass der Frauen–Täubling seit etwa 1920 so genannt wird.Er ist einer der besten Speisepilze dieser Gattung mit einer weiteren erfreulichen Eigenschaft: er ist nirgends selten und von der Meeresküste bis in subalpine Lagen verbreitet. Er lebt in Symbiose mit vielerlei Baumarten, wobei die Rotbuche als Lebenspartner bevorzugt wird.
Beschreibung:
Hut 5 bis 12 cm breit, anfangs halbkugelig, dann flach bis niedergedrückt, mit violettlichen oder grünen Farben. Lamellen weiß, weich und biegsam. Stiel 4 bis 10 cm hoch und 1 bis 4 cm dick. Geschmack mild.
Text und Bild: Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM)
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