Die Glockenblume Campanula (Linnaeus, 1753) ...... ist Staude des Jahres 2001Campanula – Die GlockenblumeVon weiß über rosa, von fliederfarben bis tiefblau blühen die zierlichen Blüten der
Campanula. Ihren populären Namen –
Glockenblume – hat sie aufgrund der Form ihrer Blüten erhalten. Die vielen Arten der
Campanula setzen Akzente auch auf dem kleinsten Gartenfleck vom Frühsommer bis zum Herbst.
Das zarte Gewächs kommt neuerdings zu besonderen Ehren. Denn ganz im Zeichen der blauen Glöckchen steht das gerade begonnene Jahr:
Campanula – die
Glockenblume – wurde zur
Staude des Jahres 2001 erklärt. Beweis genug dafür, dass diese sympathische Staude ganz und gar kein Mauerblumen–Dasein fristet.
Die in europäischen Gebirgsregionen, in Italien, Griechenland und Dalmatien bis Sibirien beheimateten
Glockenblumen wachsen zumeist polsterförmig und buschig. 10 bis 15 cm hoch recken sich die dünnen Stiele, die
Waldglockenblume (
C. latifolia) und
Knäuelglockenblume (
C. glomerata) erreichen gar 60 bis 100 cm. Die polsterförmig wachsenden (
C. cochlearifolia, C. portenschlagiana, C. carpatica, C. poscharskyana, C. pusilla) eignen sich auch im heimischen Garten besonders zur Bepflanzung von Treppenrändern, Steinwegen, Fugen und Mauern. Sie bilden viele Triebe aus und können somit wunderbar Übergänge von Stein zur Erde umspielen oder unschöne Mauern bewachsen. Hobbygärtner können sich an diesen niedrigen
Glockenblumen–Arten auch im Kasten oder Kübel erfreuen.
Den ganzen Sommer über blüht die
Glockenblume üppig, meist in aufrechten, zuweilen in hängenden Trauben. Bevorzugt in sonniger bis halbschattiger Lage wachsend, ist
Campanula eine anspruchslose und doch optisch sehr wirkungsvolle Gartenstaude. Ihre Pastelltöne erinnern an Gemälde impressionistischer Künstler und vermitteln Leichtigkeit und Frohsinn.
So nah und doch so fernDoch
Glockenblumen im Garten sind nicht nur ein hübscher Blickfang. Geschickt platziert und mit Sachverstand kombiniert, rufen sie viele Wirkungen hervor.
Denn das Blau und Blauviolett der
Glockenblume dämpft die Wirkung anderer Farben. Es verschafft den Eindruck, dass sich die Pflanzung in weiter Ferne befindet. Die Grenzen eines Gartens werden durch die blauen Blüten weiter, Gartenräume erscheinen größer.
Gut kombinieren lässt sich
Campanula mit Blumen in Weiß und weiteren Blautönen – so erscheint der Garten in einem frischen Kontrast, der Assoziationen zum Urlaub am Meer hervorruft. Verspielt–romantisch wirken verschiedene Blau– und Violett–Töne in Kombination mit anderen Pastelltönen.
Keine Angst auch vor starken Kontrasten! Die gelbe Taglilie und die blauviolette
Glockenblume blühen in Komplementärfarben. Ihre Farbtöne verstärken sich gegenseitig und gewinnen an Leuchtkraft. Auch als stille Begleiter intensiv blühender Rosen bewähren sich die weißen und blauen Blüten der
Glockenblume.
Generell eignen sich die niedrigen und halbhohen
Glockenblumen–Arten (
C. latifolia, C. persicifolia, C. glomerata) gut als Begleitstaude zu höheren Stauden mit Solitärcharakter, wie dem Eisenhut, der Silberkerze oder dem
Fingerhut Giftpflanze des Jahres 2007. In Gruppen gepflanzt, gesellen sich zur vielseitigen
Glockenblume gern Funkien, Bergenien, die Elfenblume sowie auch verschiedene Gräserarten, wie Segge, Marbel oder Deschamsia.
Text und Bild: Bund Deutscher Staudengärtner
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