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Salbei
Foto: BdS
Salbei
Salvia x
  (Linnaeus, 1753)

Der Salbei   Salvia x (Linnaeus, 1753) ...
... ist Staude des Jahres 2003

Salbei – vielseitige Staude für alle Sinne
„Warum soll der Mensch sterben, dem Salbei im Garten wächst?“ Dieser Merkspruch aus der Zeit um 1300 beschreibt bereits früh, was heute in aller Munde ist: Salbei. Ob als aromatisches Gewürz an Speisen, als wohlschmeckender Tee oder lindernde Halsbonbons findet er vielseitige Anwendung. Nicht nur für den Gaumen, auch fürs Auge hat der Salbei einiges zu bieten. Bekannt ist diese Gattung vor allem als hellviolett blühendes Gewürzkraut und als einjährige Balkon– und Beetpflanze mit intensiv rotem Blütenflor. Zu dieser Pflanzengattung gehören aber auch eine ganze Reihe attraktiver Zierstauden für den Garten.

Große Artenvielfalt
Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiatae) und umfasst über 600 Arten. Die meisten davon stammen aus Südeuropa, Nordamerika oder Vorderasien. Die Vielfalt dieser Stauden bietet eine Fülle an unterschiedlichsten Verwendungsmöglichkeiten und hat dazu beigetragen, dass der Salbei von den Mitgliedern des Bundes deutscher Staudengärtner zur „Staude des Jahres 2003“ gewählt wurde.

Hingucker mit charakteristischen Merkmalen
Besondere charakteristische Merkmale sind die gegenständig–gekreuzt angeordneten Blätter und die vierkantigen Stängel der Pflanze. Die Blütenkrone mit den stark ausgeprägten Oberlippen der Blütenblätter ragt weit über die Kelchblätter hinaus. Auffälliger Hingucker sind die bei einigen Sorten des Gartensalbeis hervorstechenden bunten, mehrfarbigen und gemaserten Blätter.

Heilpflanze von Druiden und Ägyptern
Bereits seit der Antike ist der Gartensalbei (Salvia officinalis) (Heilpflanze des Jahres 2003) als vielseitige Heilpflanze bekannt. Einst glaubten die keltischen Druiden sogar, dass Salbei Tote zum Leben erwecken könnte. Ein Irrglaube, doch die heilende Wirkung des Salbeis ist unbestritten. Die Ägypter verwendeten ihn gegen Unfruchtbarkeit, in der christlichen Symbolik gilt Salbei als Marienpflanze und die Indianer Nordamerikas benutzten Salbei zum Räuchern, um zeremonielle Orte zu reinigen und zu weihen.

Würziges Aroma, starke Farben
Der Name Salbei ist vom lateinischen salvare abgeleitet, was soviel bedeutet wie heilen. Dies zeigt sich vor allem im Salbeiöl, das insbesondere in den Blättern enthalten ist. Es wirkt allgemein stärkend und beruhigend. Bis heute haben die auch als Edelsalbei bekannten Salvia–officinalis–Sorten als Heil– und Würzpflanze in Bauerngärten ihren Platz gefunden. Die aus Südeuropa stammende Salvia officinalis ist ein breitbuschig wachsender, ca. 40 – 50 cm hoher Halbstrauch, dessen bunte, rundliche bis eiförmige Blätter ein starkes Aroma besitzen. Ein unverwechselbarer, herbwürziger, stark aromatischer Geruch umgibt die Staude. Die lila–blau gefärbten Blütenähren sind bevorzugter Landeplatz für Bienen und andere Insekten, treten aber bei dieser Salbei–Art zugunsten des Blattschmucks in den Hintergrund. An einem sonnigen, warmen Standort mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden gedeiht er besonders gut. Der Garten– oder Edelsalbei wird vor allem wegen seines besonderen Blattschmucks im Staudengarten oder Kräuterbeet verwendet.

Farbe für Rabatten
Für mehr Farbe in Rabatten und Beeten sorgt beispielsweise der lavendelblau bis tiefviolettblau blühende Sommersalbei (Salvia nemorosa). Es gibt auch einige Sorten mit weißen Blüten. Die Wuchsform variiert und reicht von flach und kompakt wachsenden, nur 30 – 40 cm hohen Sorten, bis zu 80 – 90 cm hohen, schlank aufrecht wachsenden Sorten. Dadurch bietet sich eine Fülle an gestalterischen Möglichkeiten. Mit seinen leuchtenden Farben ist der Sommersalbei ein idealer Partner für Stauden mit intensiven Blütenfarben, wie etwa den knallroten Mohnblüten (Papaver orientale) oder dem farbenfrohen Rittersporn (Delphinium–belladonna–Hybriden). Auch einem Tête–à–tête mit zarten Rosenblüten ist dieser auffallende Salbei nicht abgeneigt. Mit Salbei entstehen auch wundervolle Stimmungsbilder, wenn man ihn zum Beispiel mit gelber Schafgarbe, weißen Margeriten und dem gelben Goldsturm–Sonnenhut pflanzt.

Pflegetipps

Text und Bild: Bund Deutscher Staudengärtner
 
 
Anmerkung: Der Salbei ist auch Heilpflanze des Jahres 1998, ausgelobt von V.d.H.D. und Heilpflanze des Jahres 2003, ausgelobt vom NHV.
 
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Seite aktualisiert  23.22.2007