Die Anemone Anemone x (Linnaeus, 1753) ...... ist Staude des Jahres 2005Die AnemoneMit der
Anemone ist eine attraktive und vielseitige Pflanzengattung vom
Bund deutscher Staudengärtner zur
Staude des Jahres 2005 gewählt worden.
Anemonen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse (
Ranunculaceae) und sind je nach Art und Sorte zu verschiedenen Zeiten Schmuckstücke im sonnigen und schattigen Gartenbereich. Etwa 100 Arten sind in den gemäßigten Klimazonen beheimatet. In der Blumensprache stehen die zerbrechlich wirkenden
Anemonen als Symbol für Unschuld, Vertrauen und Vergänglichkeit. Doch trotz ihrer scheinbaren Verletzlichkeit sind
Anemonen sehr anspruchslose und pflegeleichte Stauden.
Blütenspiel im WindIhr botanischer, klangvoller Name
Anemone lässt sich von
anemos, dem griechischen Wort für Wind, herleiten. Tatsächlich bewegen sich die zarten Blüten schon im leichtesten Windhauch, wie der deutsche Name
Windröschen andeutet. Auch in der griechischen Mythologie findet sich eine Erklärung für den Ursprung des Namens: Anemona war dort eine Nymphe am Hof der Göttin Flora. Floras Gatte Zephyr, der Gott des Windes, verliebte sich in Anemona, was ihr zum Verhängnis wurde. Die eifersüchtige Ehefrau Flora verwandelte sie in eine Blume, die seitdem den Namen
Anemone trägt ...
Im Märzen der Bauer ...Zu den Frühjahrsblühern unter den
Anemonen gehören u. a.
Anemone nemorosa und
Anemone blanda.
Anemone nemorosa, das
Buschwindröschen, bedeckt im März ganze Waldlichtungen mit seinem weißen Blütenteppich. Durch ihre frühe Blütezeit können
Buschwindröschen die ersten Sonnenstrahlen im Frühling nutzen, weil dann die Bäume noch unbelaubt sind. Wenn die Sonnenstrahlen an Kraft gewinnen, schützt das frische Laub der Gehölze die Schatten liebenden Waldstauden. Im Garten eignen sie sich mit ihrer Höhe von 10 bis 15 cm hervorragend als früh blühende Bodendecker im Halbschatten vor und zwischen Gehölzen. Das
Schöne Windröschen,
Anemone blanda, zählt zu den besonders früh blühenden
Anemonen. Bei milder Witterung reckt diese
Anemone bereits ab Februar ihre 10 bis 15 cm hohen Blütenköpfchen. Die Farbpalette ihrer Blüten reicht von Weiß über Dunkelblau bis hin zu vielen Rosavarianten. Sie fühlt sich vor allem im licht–schattigen Steingarten und zwischen Gehölzen sehr wohl. Alle Frühlingsblüher bevorzugen gut durchlässige, sandig–humose Erde.
Sommer und Herbst werden buntDas
Große Waldwindröschen,
Anemone sylvestris, ähnelt mit seinen vielen kleinen, weißen Blüten und seiner ganzen Erscheinung dem
Buschwindröschen, blüht allerdings im Frühsommer und erreicht eine Höhe von bis zu 40 cm. Auch diese Staude passt ausgezeichnet vor und zwischen Gehölze. Trotz ihres schattigen Namens verträgt sie Trockenheit und Sonne hervorragend. Die ursprünglich aus der chinesischen Provinz Hupeh stammende
Anemone hupehensis erreicht eine Höhe von 50 bis 90 cm und bringt von August bis September Rispen mit bis zu 15 attraktiven, rosaroten Einzelblüten hervor. Mit Durchmessern von bis zu 7 cm sind die Blüten der heutigen Züchtungen größer als die der ursprünglichen Ostasiatin. Wie alle
Herbstanemonen bevorzugt sie halbschattige Plätze und humose, nahrhafte, frische Böden. Die
Japan–Anemonen (
Anemone japonica–Hybriden) stammen nicht aus Fernost, sondern aus einer Kreuzung, die Mitte des 19. Jahrhunderts in England gelang. Sie blühen ausdauernd von September bis in den Oktober in schattigen Gartenecken und – mit ausreichender Bewässerung – auch auf sonnigen Beeten. Wenn im Herbst die Blütenfülle im Garten nachlässt, bringen diese
Anemonen noch einmal Farbe in die Staudenrabatte. Typisch sind die stattlichen, stabilen Blütenstiele, die die geteilten Grundblätter weit überragen und gut 1 m hoch werden. Einige Sorten wie
Honorine Jobert,
Prinz Heinrich oder
Pamina leuchten sogar bis zum Frost mit ihren schneeweißen, rosafarbenen oder kräftig roten Blüten.
Gemeinsam sind sie starkDie sommer– und herbstblühenden Arten passen im Staudenbeet sehr gut zu Eisenhut,
Herbst–Aster (
Staude des Jahres 2002), Silberkerze, Funkien, Farnen und Schattengräsern. Niedrige Gräser wie die Japan–Segge verleihen zusammen mit
Japan–Anemonen jedem Garten ein fernöstliches Flair. An ihren Naturstandorten wachsen
Anemonen überwiegend in Gruppen. Um auch im Garten ihre volle Wirkung zu entfalten, sollten sie vorzugsweise in Tuffs von mindestens fünf Stück gepflanzt werden.
Text und Bild: Bund Deutscher Staudengärtner
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