Die Palmischbirne ...... ist Baden–Württembergische Streuobstsorte des Jahres 2005Herkunft und VerbreitungDie
Palmischbirne ist vor allem in Württemberg anzutreffen und zählt zu den ältesten Obstsorten, ihr genauer Ursprung ist nicht bekannt.
Synonyme:
Böhmische Birne, Bäumschbirne, Mädlesbirne, Schwabenbirne.
BeschreibungDie Frucht der
Palmischbirne ist klein, regelmäßig und kreiselförmig. Die raue und derbe Schale zeigt als Grundfarbe ein mattes Grün und ist goldbraunartig berostet.
Bei geringerer Berostung ist die Färbung anfangs grüngelb und wechselt später in ein mattes hellgelb. Auffällig sind die großen, hellen Punkte, die gleichmäßig verteilt sind. Selten tritt bei besonnten Früchten eine leichte Rotfärbung auf.
Der mittellange, dünne, glänzend braune Stiel sitzt seitlich in einer kleinen Fleischwulst schief auf der Frucht.
Das Fruchtfleisch ist mattweiß, grobkörnig und süßherb. Die Reifezeit der
Palmischbirne beginnt Anfang September. Die Birnen sind transportfähig aber nur drei Wochen haltbar.
Der Baum wächst sehr stark, bildet große und breite Kronen aus und kann sehr alt werden. Diese mächtigen Kronen, die im Habitus an eine Eiche erinnern, prägen eindrucksvoll das Landschaftsbild der heimischen
Streuobstwiesen (
Biotop des Jahres 1998/1999).
Die
Palmischbirne stellt wenig Ansprüche an den Boden, ist auch für raue Lagen geeignet und zeichnet sich durch einen regelmäßigen und sehr reichen Fruchtertrag aus. Sie ist wenig anfällig gegen Feuerbrand.
VerwendungDie
Palmischbirne eignet sich zum Dörren und sehr gut zum Brennen.
Die weitere Bezeichnung als Beimischbirne sagt aus, dass sie auf Grund ihres Zuckergehaltes beim Mosten nur zum Beimischen geeignet ist.
Text und Bild: Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden–Württemberg e.V. (LOGL)
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