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Kleiner Fleiner
Foto: LOGL
Kleiner Fleiner
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Der Kleine Fleiner ...
... ist Baden–Württembergische Streuobstsorte des Jahres 2010

Der Kleine Fleiner ist eine inzwischen selten gewordene Sorte aus der Gruppe der Fleiner. Weitere Namen sind Glasfleiner, Fleiner Petit (erste Beschreibungen J. L. Christ 1794 und J. C. Schiller 1795).

Die Herkunft ist nicht genau geklärt, allerdings besteht eine Verwandtschaft zum „gewöhnlichen“ Fleiner, der ursprünglich aus Flein bei Heilbronn stammt.

Der Kleine Fleiner ist eine typische Sorte für den Streuobstanbau. Er ist sehr fruchtbar und neigt wenig zur Alternanz. Die Blüte setzt früh ein und ist etwas frostanfällig.

Die Sorte wird ab Oktober geerntet und ist Anfang Dezember bis Februar genussreif. Der Kleine Fleiner ist ein ausgezeichneter Saft- und Mostapfel, eignet sich zum Backen und zur Kompottherstellung und wurde früher auch als Tafelapfel verwendet.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß und kegelförmig. Die Schale ist sehr fein, glatt, matt glänzend, hellgrün, ins weißgelbe übergehend, wachsartig und auf der Sonnenseite oft verwaschen hellrot, wenig Lentizellen, oft warzig. Das Fruchtfleisch ist weiß, fest, süß und saftig, etwas weinsäuerlich.

Der Baum ist anfangs stark wachsend und bildet eine hochgewölbte, rundliche Krone aus, die sich wegen der hohen Fruchtbarkeit später eher hängend präsentiert.

Text: Rolf Heinzelmann, LOGL
Bild: Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden–Württemberg e.V. (LOGL)
 
 
 
2009     Streuobstsorte     Baden-Württemberg     2011

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Seite aktualisiert  14.11.2010