Großer Rheinischer Bohnapfel Foto: BAGL
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Großer Rheinischer Bohnapfel
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Der Große Rheinische Bohnapfel ...
... ist Saarland–Pfälzische Streuobstsorte des Jahres 2001
Das entscheidende Gremium des Verband der Gartenbauvereine Saarland–Pfalz e.V., der Arbeitskreis Obstsortenerhaltung hat den Wirtschaftsapfel Großer Rheinischer Bohnapfel zur Streuobstsorte 2001 benannt.
Die Sorte Großer Rheinische Bohnapfel, oft auch nur als Rheinischer Bohnapfel oder Bohnapfel bezeichnet, kommt wie der Name schon sagt, aus dem Rheinland. Nach der Überlieferung soll er aus dem Neuwieder Becken (Mittelrhein) stammen und dort bereits vor 1800 angebaut worden sein. Von dort aus hat sich die Sorte in ganz Deutschland verbreitet.
Die Sorte gilt als hervorragender Wirtschaftsapfel, der bei guter Ausreife als Aromaträger zu den besten Apfelsorten für die Verwertung gehört. Die kleinen bis mittelgroßen, meist walzenförmigen Früchte, reifen Mitte Oktober bis Anfang November. Ab Januar entfalten sie ihr volles Aroma und sind dann bis in den Sommer lagerbar.
Die Grundfarbe der Schale ist gelbgrün. Die Deckfarbe ist braunrot marmoriert bis kurzgeflammt. Die Fruchtschale ist leicht berostet. Das Fruchtfleisch ist gelblich weiß, grob und anfangs sehr hart. Erst nach kurzer Lagerzeit entwickelt sich der saftig säuerliche, ausgeglichene Geschmack. Der Apfel ist hervorragend für die Süßmostherstellung geeignet. Bei der Verarbeitung behält das Fruchtfleisch seine weiße Farbe, so dass der Apfel auch als Koch– oder Backapfel begehrt ist.
Die Bäume sind starkwachsend und bilden eine große, breitkugelige Krone. Sie können sehr alt werden. Der Ertrag ist mittel bis hoch und stark alternierend. Von der leichten Schorfanfälligkeit abgesehen ist die Sorte recht robust und wiederstandsfähig. Sie ist auch für rauhere Gebiete, jedoch nicht für Nordhänge, geeignet.
Die Sorte Großer Rheinischer Bohnapfel ist eine empfehlenswerte Sorte für Obstwiesen, da er mit wenig Pflegemaßnahmen auskommt.
Bild und Text: BAGL
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