Am 31. Mai 2004
Am frühen Morgen um 6.00 Uhr war es wieder soweit: der Start der diesjährigen Vogelstimmenwanderung war gekommen. Doch oh Schreck; das Wetter spielte diesmal ganz und gar nicht mit! Es war ein nasser und kühler Maimorgen. Doch es war wenigstens kein Regen, obwohl der Himmel schwer wolkenverhangen war. Nachdem unser Vorsitzender
Wilhelm Breetz die Gäste begrüßt hatte, übergab er das Wort an
Ludwig Repp. Also ging es los, nachdem wir von unserem Startplatz aus bereits einige Vögel hörten und sahen, wie die
Amsel,
Stare die auf dem Kirchturm saßen, den
Turmfalken und ein paar
Mauersegler, die trotz des regnerischen Wetters ihre Kreise zogen. Selbstverständlich wurde auch unser häufigster gefiederter Dorfbewohner, der
Haussperling, gesichtet.

Nachdem wir im Dorf noch den
Hausrotschwanz, den
Grünfink und die
Kohlmeise auf unsere Liste setzen konnten, ging es in die Wiesen und Felder mit ihren Heckengeländen hinaus. Wie auf dem Foto ersichtlich, waren alle mit regenangepasster Kleidung unterwegs und jeder war dazu bereit, den Schirm aufzuspannen oder die Kapuze überzuziehen. So dauerte es auch nicht lange, bis der erste leichte Nieselregen zu Gegenmaßnahmen aufforderte. Diesen Umständen war es auch zu verdanken, dass viele unserer Sänger “keine Lust” hatten, ein Liedchen anzustimmen, oder sich blicken zu lassen. Ein paar
Rabenkrähen flogen über das Feld und auch die
Elstern wurden mehrfach beobachtet. Die
Goldammer zeigte ihr herrlich goldgelbes Gefieder,
Heckenbraunelle,
Dorngrasmücke,
Fitis und
Zilpzalp konnten bestimmt werden. Auch einige
Feldlerchen stiegen singend in den grauen Himmel auf, während einige
Ringeltauben mit schnellem Flügelschlag die Felder überquerten.

An geeigneter Stelle wurde auch angehalten, gelauscht, und über das gehörte diskutiert, bis der Vogel eindeutig bestimmt war. Trotz der schlechten Thermik konnten wir den
Rotmilan beobachten, während die
Mäusebussarde nur träge aufsitzend beobachtet werden konnten.
Rauchschwalbe und
Mehlschwalbe waren auch vereinzelt zu sehen, wie sie dicht über den Wiesen nach Insekten haschten.
Sumpfrohrsänger,
Mönchsgrasmücke,
Gartengrasmücke und
Klappergrasmücke hörten wir aus den Hecken heraus rufen, eine
Bachstelze kreuzte unnah vor uns den Weg mit wippenden Bewegungen, und auch die
Neuntöter entgingen den scharfen Augen, bzw. Ferngläsern, nicht. Bei der anschließenden Walddurchquerung konnten wir noch neben dem diesjährigen Jahresvogel, dem
Zaunkönig, auch das
Rotkehlchen, die
Blaumeisen, den
Kleiber und den
Buchfink hören, während aus der Ferne der
Kuckuck seinen Ruf erschallen lies. Aus einem Fichtenbestand erklang der hohe Gesang des
Sommergoldhähnchens.
Da das Wetter immer schlechter, die Niederschläge stärker und der zu erwartende Erfolg immer geringer wurden, beschlossen wir, nicht zu dem ursprünglichen Ziel, der VSK-Hütte zu wandern, sondern den Rückweg zum Dorf einzuschlagen, um in unserem Vereinsheim in gemütlicher Runde einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Auf dem Rückweg konnten wir noch
Girlitz,
Wacholderdrossel und
Stieglitz beobachten.
So ging nach gerade mal 3 Stunden die Wanderung zu Ende, bei der wir leider nur
36 Arten nachweisen konnten. Zum Ausklang saßen wir noch gemütlich beisammen, befeuchteten uns nun auch innerlich und ließen uns die leckeren Würstchen schmecken.
Zum Schluss möchte ich noch allen Wanderern und vor allem unseren Gästen für Ihr Erscheinen danken. Ein besonderer Dank auch an Ludwig Repp, der uns Allen wieder eine hervorragende Führung mit seinem Fachwissen beschert hat. Für die Bilder geht der Dank an Elvira Preusser.